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Fridolin vom Schelmenhölzle

Rufname:

Tuco

Wurfdatum:

18.02.1992

Gestorben:

Geschwister:

Fritzi,

Züchter/in:

Hans-Dieter Karas

Spitzname:

Tuckel

 

 

 

Fridolin ist unser erster Berger des Pyrenees. Sein Rufname ist Tuco. Der Name stammt aus dem Italo-Western "Zwei glorreiche Halunken" von Sergio Leone. Clint Eastwood spielt den Blonden,  Lee van Cleef den Bösen, Eli Wallach den Tuco und die Musik ist von Ennio Morricone.

Mai 1991 wollten wir uns einen Hund zulegen. Unsere Familie bestand zu dieser Zeit  aus meiner Frau Monika und meinem Sohn Marco und mir, Peter. Meine Eltern besaßen einen Collie-Rüden, den Harras. Ich hatte also schon ein wenig Hundeerfahrung in meiner Kindheit sammeln können.

Wir besorgten uns aus der Leihbücherei diverse Hundebücher und informierten uns über Hunderassen. In die nähere Rassenauswahl kamen der Collie und der Tibet-Terrier. Aber irgend wie fanden wir nicht die ideale Rasse.  Was uns fehlte das war das Tüpfelchen auf dem I. Eines Tages brachte meine Frau ein neues Hundebuch nach hause. Das Knauers große Hundebuch .In diesem Buch war ein Foto von einer Hunderasse die wir noch nicht kannten. Da stand ein  Hund auf einem Felsvorsprung. Im Hintergrund waren schneebedeckte Berge zu sehen. Das Bild war ein Traum und erst der abgebildete Hund. Wir verliebten uns sofort in dieses Berger des Pyrénées Bild. 

In der Rassebeschreibung stand :Der  Einzigartig listige, aufmerksame und aufgeweckte Gesichtsausdruck. Misstrauischer Hund allen Fremden gegenüber und selbstbewusst  und unabhängiges Wesen. Wir waren uns alle einig: Das ist unser Hund! Wir setzten uns mit dem Club für französische Hirtenhunde e.V. in Verbindung. Aber da waren wir leider falsch. Es gab mittlerweile für die Bergers einen eigenen Verein, den Club Berger des Pyrénées. Wir fragten an wo es denn Welpen gäbe. Leider Fehlanzeige, in der nächsten Zukunft waren keine Welpen in Aussicht. 

Und wenn es einige wenige geben sollte so wären diese bereits in der Regel vergeben. So war die Auskunft von der Welpenvermittlungsstelle. Wir bekamen immerhin die Adresse von einem Züchter in unserer Nähe. Wir besuchten den Züchter. Wir wurden von dem Züchter genauestens unter die Lupe genommen. Er war mit uns als Hundehalter zufrieden.  Unser Wusch war einen Rüden mit allem, konkret mit Schlappohren und mit kompletter Rute.  Es gab damals bereits  das Kupierverbot der Ohren. Die Rute durfte noch kupiert werden, was in der Regel auch gemacht wurde. Wie gesagt wir wollten einen Hund mit kompletter Rute. Der Rüde sollte selbstbewusst sein. Wir bekamen unseren Tuco ca. 9 Monate später.       

Tuco ist ein echter Harlekin. Er war schon als Welpe extrem selbstbewusst und sehr misstrauisch. Mit acht Wochen knurrte er einen ausgewachsenen  Berner Sennenhund an. Fremde Personen durften ihn nicht anfassen. Er motzte die Leute an und das tat er ziemlich heftig.  Nur drei Menschen durften ihn in den ersten Jahren anfassen: Mein Sohn, meine Frau und ich. Später kamen noch einige auserwählte Menschen hinzu.

Tuco hat in seinem bisherigen Leben viele Hunde angemacht, wie gesagt er ist sehr selbstbewusst. Er hat aber nie eine Keilerei angefangen. Er hat sehr viele Menschen durch sein Gemotze abgewiesen. Er hat aber nie einen Menschen gebissen. Die Zeit ist wie im Flug vergangen. Mittlerweile  ist er  fast 14 Jahre alt. Er ist nicht mehr der Gesündeste und kann auch nicht mehr besonders gut laufen.    

 

 Diese Jahr war für Tuco eine besonders schlimmes Jahr. Sein Freund Chico starb am 16.09.05 mitten in unserem Urlaub in Frankreich. Chico war fast 12 Jahre und 3 Monate sein  Hausgenosse und  sein Freund. Tuco litt sehr unter dem Tot von Chico. Er verschlief fast 20 Stunden des Tages. Er wollte nicht mehr spazieren gehen. Drehte sich während der Spaziergänge ständig um und suchte seinen Freund. Wir beschlossen die dezimierte Mannschaft wieder aufzufüllen.. Am 6.11.05 war es soweit. Die kleine Chrissie kam zu uns. Tuco regt sich zwar fast den ganzen Tag über die kleine auf, aber wenn er sie bei Spaziergängen nicht mehr sieht......dann sucht er sie. Er schläft auch nicht mehr den ganzen Tag und die Spaziergänge machen ihm auch wieder Spaß. Ich hoffe die zwei werden noch lange gemeinsam Gassi gehen können. 

In Gedenken an Chico im Regenbogenland.

© unsereberger