Fridolin ist unser erster
Berger des Pyrenees. Sein
Rufname ist Tuco. Der Name
stammt aus dem Italo-Western
"Zwei
glorreiche Halunken" von
Sergio Leone. Clint Eastwood
spielt den Blonden, Lee van
Cleef den Bösen, Eli
Wallach den Tuco und die
Musik ist von Ennio Morricone.
Mai 1991 wollten wir
uns einen Hund zulegen.
Unsere Familie bestand zu
dieser Zeit aus
meiner Frau Monika und
meinem Sohn Marco und mir,
Peter. Meine Eltern besaßen
einen Collie-Rüden, den
Harras. Ich hatte also schon
ein wenig Hundeerfahrung in
meiner Kindheit sammeln
können.
Wir besorgten uns aus der
Leihbücherei diverse
Hundebücher und
informierten uns über
Hunderassen. In die nähere
Rassenauswahl kamen der
Collie und der
Tibet-Terrier. Aber irgend
wie fanden wir nicht die
ideale Rasse. Was uns
fehlte das war das
Tüpfelchen auf dem I. Eines
Tages brachte meine Frau ein
neues Hundebuch nach hause.
Das Knauers große Hundebuch
.In diesem Buch war ein Foto
von einer Hunderasse die wir
noch nicht kannten. Da stand
ein Hund auf einem
Felsvorsprung. Im
Hintergrund waren
schneebedeckte Berge zu
sehen. Das Bild war ein
Traum und erst der
abgebildete Hund. Wir
verliebten uns sofort in
dieses Berger des Pyrénées Bild.
In der Rassebeschreibung
stand :Der Einzigartig
listige, aufmerksame und
aufgeweckte
Gesichtsausdruck.
Misstrauischer Hund allen
Fremden gegenüber und
selbstbewusst und
unabhängiges Wesen. Wir
waren uns alle einig: Das
ist unser Hund! Wir setzten
uns mit dem Club für
französische Hirtenhunde
e.V. in Verbindung. Aber da
waren wir leider falsch. Es
gab mittlerweile für die
Bergers einen eigenen
Verein, den Club Berger des
Pyrénées. Wir fragten an
wo es denn Welpen gäbe.
Leider Fehlanzeige, in der
nächsten Zukunft waren
keine Welpen in
Aussicht.
Und wenn es einige wenige
geben sollte so wären diese
bereits in der Regel
vergeben. So war die
Auskunft von der
Welpenvermittlungsstelle.
Wir bekamen immerhin die
Adresse von einem Züchter
in unserer Nähe. Wir
besuchten den Züchter. Wir
wurden von dem Züchter
genauestens unter die Lupe
genommen. Er war mit uns als
Hundehalter zufrieden.
Unser Wusch war einen Rüden mit
allem, konkret mit
Schlappohren und mit
kompletter Rute. Es
gab damals bereits das
Kupierverbot der Ohren. Die
Rute durfte noch kupiert
werden, was in der Regel
auch gemacht wurde. Wie gesagt
wir wollten einen
Hund mit kompletter Rute.
Der Rüde sollte
selbstbewusst sein. Wir bekamen
unseren Tuco ca. 9 Monate
später.
Tuco ist ein echter
Harlekin. Er war schon als
Welpe extrem selbstbewusst
und sehr misstrauisch. Mit
acht Wochen knurrte er einen
ausgewachsenen Berner
Sennenhund an. Fremde
Personen durften ihn nicht
anfassen. Er motzte die
Leute an und das tat er
ziemlich heftig. Nur
drei Menschen durften ihn in
den ersten Jahren anfassen:
Mein Sohn, meine Frau und
ich. Später kamen noch
einige auserwählte Menschen
hinzu.
Tuco hat in seinem
bisherigen Leben viele Hunde
angemacht, wie gesagt er ist
sehr selbstbewusst. Er hat
aber nie eine Keilerei
angefangen. Er hat sehr
viele Menschen durch sein
Gemotze abgewiesen. Er hat
aber nie einen Menschen
gebissen. Die Zeit ist wie
im Flug vergangen.
Mittlerweile ist
er fast 14 Jahre alt.
Er ist nicht mehr der
Gesündeste und kann auch nicht
mehr besonders gut
laufen.
Diese Jahr war für
Tuco eine besonders
schlimmes Jahr. Sein Freund
Chico starb am 16.09.05
mitten in unserem Urlaub in
Frankreich. Chico war fast
12 Jahre und 3 Monate
sein Hausgenosse
und sein
Freund. Tuco litt sehr unter
dem Tot von Chico. Er
verschlief fast 20 Stunden
des Tages. Er wollte nicht mehr
spazieren gehen. Drehte sich
während der Spaziergänge
ständig um und suchte
seinen Freund. Wir
beschlossen die dezimierte
Mannschaft wieder aufzufüllen.. Am 6.11.05 war es
soweit. Die
kleine Chrissie kam zu uns. Tuco
regt sich zwar fast den
ganzen Tag über die kleine
auf, aber wenn er sie bei
Spaziergängen nicht mehr
sieht......dann sucht er
sie. Er schläft auch nicht
mehr den ganzen Tag und die
Spaziergänge machen ihm
auch wieder Spaß. Ich hoffe
die zwei werden noch lange
gemeinsam Gassi gehen
können.