Ilchico du Pic de Marbore

Rufname:

Chico

Wurfdatum:

18.04.1993

Gestorben

16.09.2005

Geschwister:

???

Züchte/rin:

Assibat, F-65200 Pouzac

Besondere Merkmale:

Kupierte Rute & Ohren

Spitznamen:

Giggo, Gickele, Zwerghahn

 

Wir hatten unseren Tuco bereits 1 Jahr als bei meiner Frau der Wusch nach einem zweiten Berger heranwuchs. Ich war strickt dagegen! Meine Frau mobilisierte noch meinen Sohn....aber ich ließ mich nicht erweichen. Im Sommer1993 machten wir in Frankreich in den Pyrenäen Urlaub. 

In einem  Supermarkt sahen wir vormittags einen Zettel am Infobord. Da gab es eine Bergerzüchterin direkt am Ort und die hatte junge Berger. Ich war wie eine Festung und blieb hart.

 Am Nachmittag fuhren wir zu der Züchterin mit dem Vorsatz bloß mal so zu gucken.

Da waren sehr viele Hunde aller Altersklassen. Unter anderem auch einer der von allen den "Frack" voll bekam. Der war so lieb und so hübsch. Wie bereits erwähnt waren wir ja nur so mal zum anschauen da. Die Züchterin nannte uns den Preis und wir fuhren sofort zu einem Geldinstitut. 

Gegen ca. 17:00 Uhr waren wir stolze Besitzer eines zweiten Berger des Pyrénées. Der Kleine lebte sich sofort bei uns ein. Mit Fridolin gab es ein paar kleinere Probleme. Er war sehr Eifersüchtig und wollte  Chico im wahrsten Sinn des Wortes fressen. Er fauchte fürchterlich, man konnte das weiße in seinen Augen sehen. Mit einem Satz, er wollte den Chico mit aller Gewalt loswerden..

Aber der Kleine besiegte  Fridolin nach Welpenart und das mit System. Er eroberte erst einen kleinen Schlafplatz in unserem Wohnwagen. Danach schob er sich auf Fridolins Lieblingsplatz unter den Tisch. Und so nach und nach gehörte Chico alles und Fridolin eigentlich nichts mehr. 

Nach einiger Zeit wurden die beiden Freunde und auch ein eingespieltes Team. Tuco ist sehr dominant, hat aber nie das kämpfen gelernt.  Chico hatte als Welpe das kämpfen in seinem Rudel perfekt erlernt. Die zwei machten ab und zu mit anderen Hunden ein kleines Spiel. Tuco blaffte den gegnerischen Hund an und wenn es ungemütlich wurde griff  Chico an. Die meisten Hunde, auch sehr große, waren diesem Duo nervlich nicht gewachsen und ergriffen die Flucht.  

Chico war ein ganz lieber Hund. Er war im Gegensatz zu Fridolin gegenüber fremden Menschen offenherzig. Er ließ sich von fast allen Leuten anfassen und streicheln. Wurde ein Mensch zu aufdringlich wich er allerdings schnell zurück.

Ab und zu gab es zwischen Fridolin und Chico mal Stress. Die zwei konnten zeitlebens aber keine Rangordnung aushandeln. Chico war physisch stärker, doch Friedolin hatte das  bessere Nervenkostüm.

Im Sommer 2005 fuhren wir wieder einmal in unsere geliebten Pyrenäen. Chico war zeitlebens ein kerngesunder Hund. Es erwischte uns völlig unerwartet. Chico bekam einen epileptischen  Anfall. Der Anfall ging etwas über eine Stunde. Chico kämpfte ca. 10 Tage lang um sein Leben, aber seine kleinen Nieren wollten einfach nicht mehr arbeiten. Er starb in seiner Heimat in Frankreich.

 

     

                                                                                 In Gedenken an Chico im Regenbogenland

   

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