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Wir hatten unseren Tuco bereits 1 Jahr als bei
meiner Frau der Wusch nach
einem zweiten Berger
heranwuchs. Ich war strickt
dagegen! Meine Frau
mobilisierte noch meinen
Sohn....aber ich ließ mich
nicht erweichen. Im
Sommer1993 machten wir in
Frankreich in den Pyrenäen
Urlaub.
In einem Supermarkt
sahen wir vormittags einen
Zettel am Infobord. Da gab
es eine Bergerzüchterin
direkt am Ort und die hatte
junge Berger. Ich war wie
eine Festung und blieb hart.
Am
Nachmittag fuhren wir
zu der Züchterin mit dem
Vorsatz bloß mal so zu
gucken.
Da waren sehr viele Hunde
aller Altersklassen. Unter
anderem auch einer der von
allen den "Frack"
voll bekam. Der war so lieb
und so hübsch. Wie bereits
erwähnt waren wir ja nur so
mal zum anschauen da. Die
Züchterin nannte uns den
Preis und wir fuhren sofort
zu einem Geldinstitut.
Gegen ca. 17:00 Uhr waren
wir stolze Besitzer eines
zweiten Berger des Pyrénées. Der Kleine lebte
sich sofort bei uns ein. Mit
Fridolin gab es ein paar
kleinere Probleme. Er war sehr
Eifersüchtig und wollte
Chico im wahrsten Sinn des
Wortes fressen. Er fauchte
fürchterlich, man konnte
das weiße in seinen Augen
sehen. Mit einem Satz, er
wollte den Chico mit aller
Gewalt loswerden..
Aber der Kleine besiegte
Fridolin nach Welpenart
und das mit System. Er
eroberte erst einen kleinen
Schlafplatz in unserem
Wohnwagen. Danach schob er
sich auf Fridolins
Lieblingsplatz unter den
Tisch. Und so nach und nach
gehörte Chico alles und
Fridolin eigentlich nichts
mehr.
Nach einiger Zeit wurden
die beiden Freunde und auch
ein eingespieltes Team. Tuco ist sehr dominant, hat
aber nie das kämpfen gelernt.
Chico hatte als
Welpe das kämpfen in seinem
Rudel perfekt erlernt. Die
zwei machten ab und zu mit
anderen Hunden ein kleines
Spiel. Tuco blaffte den
gegnerischen Hund an und
wenn es ungemütlich wurde
griff Chico an. Die
meisten Hunde, auch sehr
große, waren diesem Duo
nervlich nicht gewachsen und
ergriffen die
Flucht.
Chico war ein ganz
lieber Hund. Er war im
Gegensatz zu Fridolin
gegenüber fremden Menschen
offenherzig. Er ließ sich
von fast allen Leuten
anfassen und streicheln.
Wurde ein Mensch zu
aufdringlich wich er
allerdings schnell zurück.
Ab und zu gab es zwischen
Fridolin und Chico mal
Stress. Die zwei konnten
zeitlebens aber keine
Rangordnung aushandeln.
Chico war physisch stärker,
doch Friedolin hatte
das bessere
Nervenkostüm.
Im Sommer 2005 fuhren wir
wieder einmal in unsere
geliebten Pyrenäen. Chico war zeitlebens ein
kerngesunder Hund. Es
erwischte uns völlig
unerwartet. Chico bekam
einen epileptischen
Anfall. Der Anfall ging
etwas über eine Stunde. Chico
kämpfte ca. 10 Tage lang um sein
Leben, aber seine kleinen
Nieren wollten einfach nicht
mehr arbeiten. Er starb
in seiner Heimat in
Frankreich.
In Gedenken an Chico im
Regenbogenland
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